Bedienpanel

Bisher stand bei smartWoMo als Bedienphilosophie dein Smartphone und die Sprachsteuerung mit Alexa & Co im Fokus. Aber vielleicht möchtest du dafür lieber ein Bedienpanel fest im Wohnmobil installieren.

Für diesen Zweck kannst du mit Hilfe von Openhab2 Bedienpanels designen (HABPanel genannt). Die Dashboard Seite beschreibt, wie du selbst solche Bedienpanels im Browser ganz einfach entwerfen kannst. Das Ganze sieht dann beispielsweise so aus:

Viel Spaß dabei,

Kai-Uwe

OpenVPN

Normalerweise schreibe ich im Sommer keine Beiträge auf meinem Blog. Allerdings habe ich mir einen Außenbandriss im Sprunggelenk zugezogen, sodass ich meine üblichen Sommeraktivitäten (Laufen, Fahrrad fahren, Gartenarbeit, etc.) einschränken muss. Dafür habe ich jetzt an den Wochenenden etwas Zeit, mich mit dem smartWoMo Projekt zu befassen.

Konkret habe ich für die neue smartWoMo Version diverse VPN-Lösungen getestet und nun eine davon – nämlich OpenVPN – auf meiner Webseite dokumentiert. Mit Hilfe von VPN kannst du eine verschlüsselte Verbindung zwischen dem Raspberry in Deinem Wohnmobil und einem Raspberry zu Hause aufbauen. Dadurch hast du von zu Hause aus jederzeit vollen Netzwerk-Zugriff auf den Raspberry in deinem Wohnmobil.

Darauf aufbauend plane ich weitere Funktionen, die ich dann im Winter auf meinem Blog veröffentlichen werde.

Und ansonsten wünsche ich allen Lesern schöne Reisen mit dem Wohnmobil !

Kai-Uwe

lötfrei

Nachdem der Fokus bei smartWoMo zuletzt auf anderen Features gelegen hat, widme ich mich jetzt wieder mehr der Hardware-Seite. Beim Software-Teil hat sich der Umstieg auf die offene Openhab2-Plattform sehr bewährt. Deshalb habe ich mich für einen ähnlichen Ansatz bei den Sensoren und Aktoren entschieden. Vor allem die komplexe Verdrahtung – inklusive der Notwendigkeit, zu löten – hat einigen Lesern Schwierigkeiten bereitet.

Schließlich musste man bisher einige Leitungen und Bauelemente verlöten, um sicherzustellen, dass die Verbindungen sich nicht durch die Erschütterungen im Fahrzeug lösen. Außerdem ist das Ganze auch ein ziemlicher Kabelverhau, den man erst mal sauber irgendwo unterbringen muss. Alleine der MCP3008 für die Spannungsmessung der Batterie muss mit 6 Leitungen mit dem Raspberry Pi verbunden werden.

Ich habe mich also nach besseren Lösungen umgeschaut und bin auf TinkerForge gestoßen. TinkerForge ist ein System aus vorgefertigten Sensoren und Aktoren, die man nicht miteinander verlöten muss, sondern die einfach zusammengesteckt werden.

Also neben dem Raspberry Pi die perfekte Hardware-Basis für smartWoMo. Für mich bedeutet das, dass ich keine Hardware-Entwicklung mehr betreiben muss, sondern mich darauf fokussieren kann, weitere Einsatzfälle, Sensoren und Aktoren zu testen und hier für Euch zu dokumentieren. Für dich bedeutet es, dass du nicht mehr löten können mußt, um smartWoMo zu nutzen und die Verkabelung der Sensoren und Aktoren (beispielsweise Relais) mit dem Raspberry Pi entfällt. Das Tinkerforge-System wird mit lediglich einem einzigen USB-Kabel mit dem Raspberry Pi verbunden, auf dem Openhab2 läuft.

Einen kleinen Nachteil hat das TinkerForge-System: es ist etwas teurer, als die Sensoren, die man direkt am Raspberry anschliesst. Aber ich finde die Preise für die TinkerForge Komponenten absolut fair, wenn man die genannten Vorteile bedenkt. Hinzu kommt, dass TinkerForge eine deutsche Firma ist mit deutschsprachigem Support, Forum und Dokumentation.

Neben der Einführung von TinkerForge gibt es noch drei weitere wesentliche Änderungen in smartWoMo:

  1. Die Installation von smartWoMo erfolgt ab sofort ausschliesslich über einzelne Pakete, die auf einem Openhabian-Image installiert werden können. Das ist ein Derivat vom Standard-Betriebssystems Raspbian, auf dem Openhab2 bereits vorinstalliert ist. Ich stelle also kein fertiges Image mehr zur Verfügung. Das klingt erst mal nach einem Nachteil, beschleunigt aber die Entwicklung, da das Erstellen eines fertigen Images sehr zeitaufwendig für mich ist.
    Außerdem entfällt damit die Einschränkung auf ein bestimmtes Modell des Raspberry Pi. Leser haben bereits berichtet, dass das alte smartWoMo Image nicht auf dem Raspberry Pi 3+ läuft. Dieses Problem gibt es mit der neuen Version von smartWoMo nicht mehr.
  2. openhab2 ist ja nun schon seit einiger Zeit in smartWoMo eingezogen und hat sich als Software-Plattform bewährt. Ich persönlich finde die Java-ähnliche Programmiersprache in openhab2 zwar nicht so elegant, wie das in der smartWoMo Software verwendete JavaScript. Andererseits macht es aber keinen Sinn, zwei Software-Plattformen zu benutzen, deshalb wird der JavaScript Teil (also server.js) ab sofort nicht mehr unterstützt und stattdessen durch die openhab2 Rules ersetzt – wo notwendig ergänzt durch Shell-Scripts.
  3. Da smartWoMo auf dem Raspbian Betriebssystem basiert, ist es normalerweise notwendig, den Raspberry ordnungsgemäß herunterzufahren und dann erst von der Spannungsversorgung zu trennen. Andernfalls riskiert man eine korrupte SD-Karte. Das kann zu unerklärlichen Effekten bei der Verwendung von smartWoMo führen, weil Teile von Dateien inkonsistent wurden.  Im schlimmsten Fall fährt der Raspberry gar nicht mehr hoch. Die neue Version von smartWoMo kannst du so einstellen, dass der Raspberry im Readonly Modus gestartet wird. Das bedeutet, dass von der SD-Karte nur noch gelesen, aber nicht mehr darauf geschrieben wird. Alle Schreibvorgänge werden nur noch im Hauptspeicher ausgeführt und gehen verloren, sobald der Raspberry ausgeschaltet wird.Das hat 2 Vorteile:
    • du musst den Raspberry nicht mehr runterfahren, sondern kannst ihn einfach ausschalten
    • die Lebenszeit der SD-Karte wird verlängert

    Der Nachteil ist, dass alle Änderungen, die du auf dem Raspberry durchführst nach dem nächsten Neustart verloren sind. Allerdings kannst du jederzeit zwischen dem Readonly– und dem Normalmodus wechseln.

Viel Spaß weiterhin mit smartWoMo wünscht Dir,

Kai-Uwe

Ok Google schalt die Heizung ein

Die Sprachsteuerung von smartWoMo mit Alexa ist bei Euch – meinen Lesern – auf unerwartet großen Zuspruch gestoßen.
Vielen Dank für das positive Feedback per Mail, als Kommentar und in den diversen Wohnmobil-Foren !

Zwischenzeitlich hat ein Entwicklerkollege eine Integration zwischen dem Google Assistant und openhab2 programmiert, die auch für smartWoMo funktioniert. Falls du  ein neueres Android Smartphone besitzt, kannst du damit nun smartWoMo per Google Assistant steuern.

Du kannst also beispielsweise mit „Ok Google, wie ist die Temperatur im Wohnmobil ?“ die Temperatur abfragen oder mit „Ok Google, stelle die Temperatur im Wohnmobil auf 22 Grad“ die Wunschtemperatur einstellen. Ich finde das sogar nützlicher, als die Sprachsteuerung mit Alexa, weil ich dafür kein zusätzliches Gerät benötige. Das ist insbesondere während der Fahrt praktisch – da nutze ich mein Android Smartphone sowieso schon für die Navigation. Nun kann ich während der Fahrt einfach per Sprache die Temperatur abfragen und die Wunschtemperatur verändern.

Die Anleitung, wie du den Google Assistant einrichtest, damit du smartWoMo darüber steuern kannst, findest du auf der openhab2 Seite.

Viel Spaß damit,
Kai-Uwe

Sicherheitslücke in Prozessoren

Die meisten Leser werden es schon gehört haben: Forscher haben eine Sicherheitslücke in den Prozessoren der meisten Hersteller gefunden.

Entwarnung: Der Raspberry Pi ist von den gefundenen Sicherheitslücken entgegen früherer Aussagen doch nicht betroffen !

Die beiden folgenden Kommandos solltest du dennoch ab und zu im Terminalprogramm anwenden, damit der Raspberry Pi immer auf dem aktuellsten Software-Stand bleibt:

sudo apt-get update
sudo apt-get -y upgrade

 

openhab2

Ein smartes Wohnmobil ist im Grunde nichts anderes als ein rollendes SmartHome. Was liegt also näher, als smartWoMo um eine SmartHome Lösung zu erweitern ? Das ist jetzt möglich. Du kannst auf smartWoMo jetzt zusätzlich die offene SmartHome Plattform openhab2 installieren. Das ist auf der „openhab2„-Seite beschrieben.

Das bietet folgende Vorteile:

  1. Du benötigst kein VPN mehr, um die Heizung im Wohnmobil über das Internet zu steuern. Stattdessen kannst du smartWoMo aus der Ferne mit Hilfe von myopenhab.org steuern. Dort folgst du nach der Anmeldung dem Link „Click here to access your openHAB’s dashboard“. Dann wählst du „BASIC UI“ und erhältst eine Webseite, mit der du die Heizung in deinem Wohnmobil steuern kannst. Außerdem kannst du auf deinem Smartphone zusätzlich die App „openHAB“ der openHAB Foundation installieren, um die Heizung aus der Ferne zu steuern.
  2. openhab2 bringt bereits viele Funktionen mit, die ich jetzt bei smartWoMo nicht noch mal selbst entwickeln muss. Wozu auch das Rad neu erfinden ? openhab2 wird von mehreren Entwicklern programmiert, die viel schneller vorankommen, als ich das alleine könnte.
  3. Du kannst openhab2 durch relativ einfache Programmierung erweitern – zum Beispiel um zusätzliche Sensoren und Aktoren anzubinden und zu programmieren.
  4. openhab2 hat eine rege Community, in der du Fragen stellen kannst und von der du lernen kannst, wie du eine Idee umsetzt.

Alexa schalt die Heizung ein

Alexa ist die sprachgesteuerte Assistentin von Amazon. Alexa erledigt alles mögliche für dich – einfach, indem du es ihr sagst.

Und jetzt kann Alexa auch smartWoMo für dich bedienen. Du kannst ihr sagen, dass sie die Heizung einschalten soll und eine Wunschtemperatur vorgeben. Du kannst sie außerdem fragen, wie hoch die aktuelle Temperatur im Wohnmobil ist.

Das funktioniert von zu Hause aus genauso gut, wie im Wohnmobil.

Dafür benötigst du an jedem Ort, an dem du Alexa nutzen möchtest, ein Gerät, auf dem Alexa läuft. Beispielsweise ein Amazon Echo Dot.

Wie du dieses Gerät mit smartWoMo verbindest, erfährst du auf der openhab2-Seite.

Schau dir das Demo-Video an, um zu lernen, wie du Alexa benutzen kannst. Auf der linken Seite siehst du den Amazon Echo Dot und rechts die Webseite, mit der du smartWoMo per Smartphone bedienst.

Braucht man das wirklich ?

Ursprünglich habe ich Alexa mit smartWoMo verbunden, weil ich das einfach cool fand. Allerdings gibt es durchaus Situationen, in denen Sprachsteuerung tatsächlich sinnvoll sein kann. Beispielsweise zum Einschalten der Aufbauheizung während der Fahrt im Wohnmobil, wenn man sein Smartphone ja nicht händisch bedienen soll. Ich erwarte außerdem, dass sich in den nächsten Jahren die Art ändern wird, wie wir mit Maschinen umgehen. Weg davon, auf Smartphones „rum-zu-touchen“ und hin zur natürlicheren Art der Interaktion: mit Sprache. Digitale Sprachassistenten wie Alexa werden immer leistungsfähiger und ich denke, sie werden eine ähnliche Popularität erlangen, wie das bei Smartphones der Fall ist. smartWoMo ist jedenfalls dafür gerüstet.