Multimedia

smartWoMo bietet diverse Möglichkeiten, Musik und Filme abzuspielen. Im Blog Beitrag findest du Überlegungen und Tips zu diesem Thema.

Auf dieser Seite kannst du nachlesen, wie du:

  1. die Multimediafunktionen installierst
  2. deine eigene Musik- und Filmbibliothek auf dem Raspberry Pi speicherst
  3. Hörbücher und Sendungen als Podcast abonnierst und auf dem Raspberry Pi speicherst
  4. den Raspberry Pi als Multimediaserver (DLNA/UPnP-Server) verwendest, der die Musik, Filme, Sendungen und Hörbücher an andere Geräte wie z.B. dein Smartphone streamt
  5. den Raspberry Pi mit einem Bluetooth Lautsprecher verbindest, wenn du den Raspberry Pi selbst als Player verwenden möchtest

1. Installation

Die Multimediafunktionen werden in einem eigenen Paket angeboten. Du kannst dieses Paket entweder auf einem bestehenden smartWoMo Image installieren oder auf einem neuen.

Dazu startest du auf der grafischen Benutzeroberfläche von smartWoMo ein Terminal und gibst nacheinander folgende Kommandos ein:

cd /tmp
curl -O -J -L http://pielka.de/smartWoMo/multimedia.zip
unzip multimedia.zip
cd multimedia
./install

Du kannst dir auch das Installationsvideo anschauen.

2. Eigene Musik- und Filmbibliothek auf dem Raspberry Pi speichern

Im Zeitalter der Streamingdienste gibt es vermutlich nicht mehr viele Menschen, die ihre Musik- oder Videosammlung auf einem lokalen Speichermedium vorhalten. Aber gerade für Wohnmobilisten kann das durchaus Sinn machen, da man während der Fahrt oder am Zielort möglicherweise keine Internet-Verbindung hat, über die man Musik und Filme streamen kann. Außerdem gibt es bestimmt noch den einen oder anderen Musik- oder Filmfan, der seine Musik oder Filmsammlung bereits digitalisiert hat, bevor Streamingdienste populär wurden.

Für diese Zielgruppe bietet smartWoMo die Möglichkeit, Musik- und Filmdateien zu speichern und entweder direkt auf dem Raspberry Pi abzuspielen oder die Musik- und Filmsammlung auf andere Geräte zu streamen.

Du könntest die Multimediadateien (Musik und Filme) zu diesem Zweck natürlich auf die interne Speicherkarte des Raspberry Pi kopieren. Die Kapazität  dieser SD-Karte ist allerdings beschränkt weshalb diese Vorgehensweise nur für sehr kleine Musiksammlungen empfehlenswert ist. Besser ist es, wenn du ein USB-Flash-Laufwerk kaufst. Die gibt es mit einer Kapazität von 128 GB schon für ca. 30,- Euro. Auf diesen USB-Stick kopierst du deine Musik- und Filmsammlung und steckst diesen dann an eine freie USB-Schnittstelle am Raspberry Pi.

3. Podcasts abonnieren

smartWoMo enthält das Programm gPodder, mit dem du Podcasts abonnieren und herunterladen kannst. Wie das funktioniert, zeigt dieses Video:

gPodder speichert die Dateien auf der SD-Karte des Raspberry Pi ab. Behalte beim Abonnieren von Podcasts also die Restkapazität der SD-Karte im Auge.

4. smartWoMo als Multimedia-Server

smartWoMo beinhaltet den minidlna Medienserver, der bereits komplett eingerichtet und funktionsfähig ist. minidlna scannt automatisch in regelmässigen Abständen das Dateisystem des Raspberry Pi (inclusive angeschlossener USB-Laufwerke), um neue Musik- und Film-Dateien zu finden. Es spielt keine Rolle, ob du Musik und Filme per USB-Stick hinzugefügt hast oder als Podcast abonniert: minidlna nimmt die gefundenen Dateien automatisch in seiner Datenbank auf. Und publiziert diese per DLNA/UPnP an geeignete Abnehmer. Das sind beispielsweise Apps auf deinem Smartphone. Auf Android-Geräten kannst du beispielsweise die BubbleUPnP App dafür verwenden.

Das jeweilige Gerät, das die Musik per DLNA/UPnP empfangen soll, muss mit dem WLAN Netzwerk des Raspberry Pi verbunden sein.

5. Musik per Bluetooth verteilen

Der Raspberry Pi kann Musik und Filme mit Hilfe des vlc Programms oder des KODI Mediencenters auch selbst abspielen. Für Filme muss natürlich ein Fernseher angeschlossen sein. Der Ton wird über den Fernseher, den Klinkenstecker oder einen per USB angeschlossenen Soundstick ausgegeben. Es ist auch möglich, den Ton per Bluetooth an einen Bluetooth Lautsprecher zu übertragen.

Dazu musst du den Raspberry Pi einmalig mit dem Bluetooth Lautsprecher „pairen“ (miteinander bekannt machen). Das ist nur einmal vor der ersten Verbindungsaufnahme notwendig. Zunächst musst du den Bluetooth Lautsprecher in den „Pairing Modus“ versetzen. Wie das funktioniert, sollte in der Bedienungsanleitung des Geräts beschrieben sein. Anschließend „pairst“ du das Bluetooth Gerät mit dem Raspberry Pi.

Nun kannst du das „gepairte“  Bluetooth Gerät für die Soundausgabe verwenden.

Dabei musst du auf dem Lautsprechersymbol einen Rechtsklick ausführen.

Wichtig: wähle das Bluetooth Gerät immer bevor du den vlc oder KODI startest.

Damit der Raspberry Pi Töne und Musik über das Bluetooth Gerät ausgeben kann, muss dieses das sogenannte „A2DP“ Profil unterstützen. Bei Bluetooth Lautsprechern ist das der Fall. Bei Autoradios nicht immer. Manche Autoradios agieren über Bluetooth nur als Freisprecheinrichtung für ein Smartphone, können aber über Bluetooth keine Musik empfangen (obwohl das „Pairing“ vorher geklappt hat).

Die Bluetooth Verbindung ist etwas fragil und bricht gelegentlich ab. In diesem Fall kann es notwendig sein, den Raspberry Pi neu zu starten, um wieder Verbindung mit dem Bluetooth Gerät herstellen zu können.