Das smarte Wohnmobil

smartWoMo ist eine Technologie, mit der du dein Leben im Wohnmobil komfortabler gestalten kannst.

smartWoMo bietet dir die folgenden Funktionen:

  • Steuere die Heizung in deinem Wohnmobil über das Internet
  • Lasse dir die aktuelle Temperatur im Wohnmobil anzeigen
  • Lasse dir die aktuelle Luftfeuchtigkeit im Wohnmobil anzeigen
  • Du kannst eine Wunschtemperatur vorgeben – die Heizung heizt so lange, bis diese Temperatur erreicht ist
  • Lasse dir anzeigen, wie voll die Aufbau-Batterie ist
  • Steuere deine Heizung per Sprache – im Wohnmobil und von zu Hause aus
  • Betreibe eine Wohnmobil-Mediathek für deine Lieblingsmusik und deine Filme
  • Abonniere Podcasts mit Hörbüchern und Fernsehsendungen
  • Spiele Musik auf dem Autoradio oder über Kopfhörer ab
  • Baue eine verschlüsselte Datenverbindung (VPN) zwischen deinem Netzwerk zu Hause und deinem Wohnmobil auf
  • Gebe allen deinen Geräten im Wohnmobil Internet Empfang über Mobilfunk, Campingplatz WLAN oder VPN
  • Nutze die Möglichkeiten eines vollwertigen aber preiswerten Minicomputers mit grafischem Desktop in deinem Wohnmobil. Deinen Laptop kannst du zu Hause lassen.
  • Installiere dir zusätzliche, kostenlose Software auf dem Minicomputer.

Du kannst smartWoMo mit einem Tablet, einem Computer oder einem SmartPhone steuern. Aus der Ferne steuerst du smartWoMo mit einem Chat Programm.

 

Steuerung per Web Browser oder Tablet Computer

Screenshot

 

 

Steuerung per Smartphone

SmartphoneScreenshotBattery50Percent

 

 

Der grafische Desktop

smartWoMo ist ein privates Projekt, das ich ursprünglich gestartet habe, um die Truma-Heizung in meinem Kastenwagen über das Internet zu steuern. Du kannst smartWoMo nicht als fertiges Produkt erwerben. Wenn du ein wenig handwerkliches Geschick besitzt, kannst du smartWoMo aber für dein Wohnmobil mit Hilfe dieser Webseite nachbauen. Mittlerweile bietet smartWoMo viel mehr Funktionen, als nur die Heizungssteuerung. Du kannst smartWoMo in deinem Wohnmobil auch dann einsetzen, wenn du die Heizung gar nicht damit steuern möchtest.

smartWoMo setzt als Plattform einen Minicomputer ein: einen Raspberry Pi 3. Dadurch holt man sich eine ganze Menge an Möglichkeiten in das Wohnmobil – ganz abgesehen von der Heizungssteuerung.

Die Komponenten von smartWoMo siehst du in folgendem Bild:

Die blaue Box enthält alle Komponenten, die sich im Wohnmobil befinden. Die von mir entwickelten Bestandteile sind grün eingefärbt. In meinem Kastenwagen bzw. Wohnmobil sorgt eine Truma Combi 4 für warme Temperaturen. smartWoMo sollte mit entsprechenden Anpassungen aber auch mit anderen Heizungen funktionieren.

Die Truma ermittelt die aktuelle Temperatur über einen Temperatursensor, der an geeigneter Stelle im Wohnmobil platziert ist. Der Raspberry Pi wird mit diesem Temperatursensor über ein Relais verdrahtet. Dadurch kann der Raspberry Pi der Truma Heizung bei Bedarf eine tiefere Temperatur vorspiegeln, was dazu führt, dass die Truma anfängt, zu heizen. Der Raspberry Pi hat zusätzlich einen eigenen Temperatursensor. Auf dem Raspberry Pi läuft die smartWoMo  Software (server.js), die kontinuierlich die vom Benutzer gewünschte Temperatur mit der tatsächlichen vergleicht. Wenn die tatsächliche Temperatur niedriger ist, als die gewünschte, schaltet der Raspberry Pi die Truma so lange ein, bis die gewünschte Temperatur wieder erreicht ist.

Der Raspberry Pi kann sich entweder mit einem drahtlosen Netzwerk verbinden (beispielsweise mit einem Campingplatz WLAN) oder sich über das Mobilfunknetz mit dem Internet verbinden.

smartWoMo kann man mit einem Web Browser steuern. Der kann auf einem Smartphone, einem Tablet oder einem Computer laufen. Mit dem Browser kannst du die gewünschte Temperatur vorgeben. Es wird außerdem die aktuelle Temperatur und Luftfeuchtigkeit angezeigt, die der Raspberry Pi mit Hilfe seines Temperatursensors mißt.

Der Film zeigt dir, wie smartWoMo funktioniert:

Ein Computer im Wohnmobil ?

Das klingt erst mal ungewöhnlich. Ist es aber nicht. Der Raspberry ist sehr gut für den Einsatz im Wohnmobil geeignet. Er ist nicht viel größer, als eine Kreditkarte, ca. 50 Gramm leicht, kostet nur ca. 40 Euro und ist sehr sparsam im Stromverbrauch. Dadurch kann man ihn problemlos an der Wohnraumbatterie betreiben. Er ist leicht zu programmieren und bringt eine ganze Menge an vorgefertigter und kostenloser Software mit.

Wenn du möchtest, kannst du den Raspberry an den Fernseher in deinem Wohnmobil anschliessen, der als Bildschirm fungiert. Bluetooth-Tastatur und -Maus machen die Computerausstattung im Wohnmobil komplett. Dann kannst du den Raspberry Pi sogar als Computerersatz im Wohnmobil nutzen.

Auf diesen Seiten werde ich im Laufe der Zeit beschreiben, welche weiteren Funktionen des Wohnmobils man mit smartWoMo überwachen und steuern kann.

Ich werde außerdem dokumentieren, welche für Mobilisten nützlichen Anwendungen daneben mit dem Raspberry möglich sind.

Viel Spass beim Lesen dieser Seiten wünscht dir Kai-Uwe Pielka.

 

 

17 thoughts to “Das smarte Wohnmobil”

  1. Hallo Kai-Uwe,
    Hut ab vor dieser schlüssigen Arbeit.
    Gerade bei der Trägheit vieler Lieferanten und Wohnmobilhersteller ist es eine Wohltat solche Lichtblicke zu sehen.
    Das Gefühl einer gewissen Nichtabhängigkeit tut gut.

    Ich freue mich auf viele weitere Ideen und werde meine Impulse suchen und beitragen.

    1. Idee:
    Könnte man über das Relais nicht auch die Spannungsversorgung des Anlassers schalten (Diebstahlschutz wie der „Algerienschalter“)?

    1. Hallo,

      vielen Dank für dein Feedback – freut mich, dass dir smartWoMo gefällt.

      Zu deiner Idee: es wäre schon möglich, die Spannungsversorgung des Anlassers zu schalten. Aktuell setze ich aber erst mal die Ideen um, die ohne Eingriffe in die Fahrzeugtechnik auskommen. Damit gefährde ich nicht die Betriebserlaubnis des Fahrzeugs 😉

      Viele Grüße,
      Kai-Uwe

  2. Hallo Uwe,
    super Projekte.
    Ich bin auch Wohnmobilist.
    Ich „spiele“ auch mit meinen Raspberrys.
    Ich würde gern dein Projekt übernehmen und evtl. für mich erweitern und auch in meinem Womo umsetzten.
    Populiesierst du irgendwo den Code und ein Image mit der Funktionalität?
    Ich würde dann versuchen, mein Raspberry DV4Mini Hotspot (Amateurfunk) mit deiner Lösung zu kombinieren.
    schau mal hier: http://www.dg9bdi.de/blog
    Ich arbeite im Wohnmobil mit einem Raspberian Lite, XServer und Matchbox und einem 3.5″ Touchscreen als Lösung.
    Die Sache mit der Handysteuerung liesse sich bei mir bestimmt gut integrieren., da ich schon eine Fritzbox 3370 im Wohnmobil mit 3G-Anbindung über einen UMTS Stick arbeite. Die Fritzbox und der Raspberry sind über ein Netzwerkkabel verbunden und zusätzlich liefert mir die Fritzbox einen WLan Zugang für Ipad, Telefon und Co um Zugang zum Internet zu haben.
    Ich würde dann die Lösung so wie du es betreibst mit Heizung, Batteriespannung und Musik so implementieren, zusätzlich würde ich jedoch noch mit meinem Sohn Julian eine Steuerung unserer Klimaanlage (Dometic FreshJet 2600) implementieren wollen.
    Hierzu müsste ich mir dann einen 2. Sender beschaffen, der dann in die Einzelteile zerlegt würde und ich würde dann mittels Messgerät die Signale des Ein/Ausschalters sowie der Umschaltung der Funktionen und der Temperaturregelung herausmessen und diese dann mittels einer kleinen Software auf dem RasbPi und einer Erweiterung deiner APP bewerkstelligen wollen.
    Und warum soll man das Rad neu erfinden. Du hast schon eine super Vorarbeit geleistet.

    Zur Diebstahlsicherung: Wenn du in die Leitung „Klemme 15“ vom Zündschloss zum Sicherungskasten ein Relais einbaust, welches die Zuleitung für alle über das Zündschloss geschalteten Verbrauchern ist (zum Zentralrelais für alle Verbraucher) kannst du einen sicheren Diebstahlschutz bewerkstelligen.
    Wenn du das dann über den Raspberry steuerst ist dein Womo sicherer als eine Alarmanlage.
    Ich werd das mal versuchen zu realisieren und schcike dir dann mal Einbauort des Relais und das was ich auf dem Rasberry mache incl. Verdratungsplan.
    Ich hab vom Ducato 250 den kompletten Elektroplan für Fahrerhaus und Aufbau.
    Mein Womo ist übrigens ein Sunlight T64 BJ 2012

    Danke für Feeback.

    Gruss Stefan Braun aus Waldshut – Tiengen

    1. Hallo Stefan,

      der Code steckt in /home/pi/smartwomo/node/server.js (das ist das Backend) und den html Dateien im public Verzeichnis (das ist das Frontend). Programmiersprache ist Javascript.

      Übringens habe ich smartWoMo zum UMTS Access Point erweitert. Zukünftig kannst du dir die FritzBox im Wohnmobil also sparen 🙂

      Deine Klimaanlage könntest du eventuell nach dem selben Prinzip steuern, wie bei smartWoMo die Heizung gesteuert wird – nämlich, indem du den Temperatursensor der Klimaanlage modifizierst. Das ist möglicherweise einfacher, als das Protokoll des Senders zu analysieren.

      Finde ich übrigens super, dass du dich ebenfalls mit dem Raspberry fürs Wohnmobil beschäftigst. Bitte halte mich über deine Arbeit auf dem Laufenden.

      Viel Spaß beim Erweitern und Viele Grüße,
      Kai-Uwe

    1. Hallo André,

      vermutlich ja. Wenn der Temperatursensor deiner Klimaanlage aus einem temperaturabhängigen Widerstand besteht, sollte das machbar sein.
      Du müsstest außerdem die smartWoMo Software entsprechend anpassen (genauer gesagt das Modul server.js).

      Viele Grüße,
      Kai-Uwe

  3. Hallo,

    eine Super Idee, die Du da ins Leben gerufen hast und die Du auch weiter Entwickelst.

    Ich persönlich fände einen Touchscreen toll, welcher im WOMO irgendwo zu sehen ist und auf dem ich alle Informationen und die Steuerung vornehmen kann (wie in Modernen Wohnmobilen). Auch die Radio und die DAB+ Radio Funktion wäre toll.

    Ich weis, dass das nicht mal eben gemacht wird, aber wenn es dazu kommen könnte (irgendwann) fände ich es klasse.

    Danke

    1. Es gibt bereits Touchscreens, die du an den Raspberry Pi anschliessen kannst. Die werden von smartWoMo auch unterstützt. Auf dem Touchscreen läuft der grafische Desktop. Über den startest du den Web Browser des Raspberry und rufst die Adresse http://localhost:1111 auf. Dann wird smartWoMo angezeigt.
      Geht also schon 🙂

      Radiosender kannst du mit dem Raspberry ebenfalls schon streamen. Allerdings eben nur, wenn du eine Internet-Verbindung hast.

      1. Hallo Kai-Uwe,

        danke für Deine Antwort

        Das hatte ich so schon gelesen und verstanden. Ich meinte als vollständigen Ersatz für das Bedienpaneel des WOMO’S. Mein WOMO ist BJ 2001 und es hat selbst kein Display als Bedienpaneel. Mit dem Relais könnte man auch Gesamt-AUS und Pumpe und Außenbeleuchtung schalten. Sogar Beleuchtungskonzepte gingen. Auch Anzeige der Wasserstände, Lüfter Kühlschrank und so weiter. Und alles Direkt auf dem Display angezeigt, welches fest eingebaut wäre.
        Mit dem Radio meinte ich das DAB + Modul für das Raspberry und dann über CODI auch alles über eigenes Display gesteuert.

        Sind aber nur Ideen, ich bin fachlich nicht in der Lage es umzusetzen.

        1. Ok, dir geht es nicht um den Touchscreen an sich, sondern um die Integration weiterer Sensoren und Aktoren.
          Ja, das wäre schon prima. Und wenn ich mehr Zeit hätte würde ich das auch umsetzen. Im Moment arbeite ich daran, smartWoMo so umzubauen, dass auch andere Entwickler einfach weitere Sensoren/Aktoren integrieren können. Damit kann ich das Projekt auf eine breitere Basis stellen. Wird aber noch ein paar Monate dauern. Vorher kommt erst mal noch eine smartWoMo Version mit mehr Multimedia-Fähigkeiten.

  4. Klasse Projekt, werde das gerne umsetzen. Zwei kurze Fragen: Hattest Du Dich mal mit dem Sense Hat beschäftigt? Es hat ja einige Sensoren gleich drin (u.a. Gyro => Meldung bei Rempler ;-), Luftfeuchtigkeit etc.). Die Anzeige-LEDs liessen sich sicher auch noch nutzen…

    Zweite Frage: Gibt es eine „fertige“ und solide 12V Messplatine, evtl. gleich steckbar? Ggfls. gleich in die 12V-5V Stromversorgung „integriert“? Wollte mir den fliegenden Aufbau gerne sparen…

    vg und eine schöne Woche, Peter

    1. Hallo Peter,

      für die 12 Volt Messplatine suche mal mit deiner bevorzugten Suchmaschine nach „raspberry hat“.
      Da findest du Aufsetzplatinen für den Raspberry – wie beispielsweise auch den von dir erwähnten Sense Hat.

      Der „fliegende Aufbau“ stört mich ebenfalls. Dafür werde ich im Laufe des Winters zumindest eine Teil-Lösung auf meinem Blog präsentieren.

      Viele Grüße,
      Kai-Uwe

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