smart WoMo Version 2.0 ist fertig

Und weiter geht’s mit dem Projekt. Smart WoMo hat zusätzliche Funktionen erhalten – sowohl in der Hardware, als auch in der Software. So sieht jetzt die Fernsteuerung per Chat aus (zum Vergrößern auf das Bild klicken):

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Diebstahlwarnung
Die smart WoMo App enthält nun eine Diebstahl-Warnung, die man per Chat-Nachricht durch die Eingabe von „a an“ (Alarm an) aktivieren kann. Sobald das Wohnmobil bewegt wird, sendet die App per Chat eine Diebstahlwarnung an den Eigentümer. Dabei wird auch kontinuierlich die aktuelle GPS-Position des Wohnmobils übertragen. So kann man auf dem Smartphone oder dem Computer verfolgen, wo sich das Wohnmobil gerade befindet. Falls der Dieb einen GSM-Störsender verwendet, kann man das daran erkennen, dass die Chat-Verbindung zum Wohnmobil abbricht. Im Chat Status des Wohnmobils kann man auf einen Blick erkennen, ob der Alarm eingeschaltet ist.
Smart WoMo ermittelt den Standort des Wohnmobils normalerweise über GPS. Wenn das Smartphone keine Verbindung zu den GPS-Satelitten bekommt (weil es beispielsweise in einem Schrank untergebracht ist), wird der Standort mit Hilfe des mobilen Netzwerks bestimmt. Das ist nicht so genau, wie per GPS, aber es genügt, um zu erkennen, ob sich das Wohnmobil bewegt.
Die Diebstahlwarnung funktioniert übrigens auch ohne Arduino.

Aktuelle Position des Wohnmobils
In der Statusnachricht, die man durch die Eingabe von „i“ per Chat anfordert, wird jetzt auch die aktuelle GPS-Position des Wohnmobils übertragen – und zwar unabhängig von der Diebstahlwarnung. Das ist nützlich, wenn man unterwegs ist und nicht mehr genau weiss, wo man das Wohnmobil abgestellt hat.

Ladezustand des Smartphone Akkus
In der Statusnachricht wird jetzt auch der Ladezustand des Smartphone Akkus übertragen (in Prozent). Die App versendet außerdem eine Chat Nachricht, wenn der Ladezustand unter 20% sinkt.

Truma-Temperatursensor
Bisher hatte ich den Arduino, den Temperatursensor und das Bluetooth-Modem in ein Gehäuse eingebaut, das zwar hinter der Schiebetür platziert werden sollte, aber trotzdem sichtbar gewesen wäre. Während der Testphase hatte ich dieses Gehäuse provisorisch in einem der Küchenschränke eingebaut. Mit dem sichtbaren Gehäuse konnte ich mich aber auf Dauer nicht anfreunden, deshalb habe ich beschlossen, die ganze Elektronik in eines der Zierprofile einzubauen – dort sieht man nichts mehr von der Elektronik und sie nimmt auch keinen wertvollen Schrankraum weg. Das einzig sichtbare Teil ist der zusätzliche Temperatursensor des Arduinos. Damit der auch optisch passt, habe ich einen Truma-Temperatursensor als Ersatzteil erworben. Den Sketch habe ich so erweitert, dass er die Temperatur alternativ über diesen zweiten Truma-Sensor ermitteln kann.

Lichtschalter
Unser Wohnmobil (Knaus BoxStar) hat über den hinteren Betten Leseleuchten, die man vom Bett aus bedienen kann und zusätzlich ein helles Deckenlicht, dessen Schalter sich vorne bei der Küche befindet. Das ist etwas unpraktisch: wenn man hinten mal helles Licht benötigt, muss man erst aus dem Bett krabbeln, um vorne den Lichtschalter zu betätigen. Deshalb habe ich sowohl den Lichtschalter, als auch das Deckenlicht an den Arduino angeschlossen. Zusätzlich habe ich einen Lichtschalter in die App eingebaut. Den Arduino Sketch habe ich so erweitert, dass beide Schalter zusammen eine Wechselschaltung bilden. Das heißt, man kann das Licht am Lichtschalter ein- und in der App wieder ausschalten – oder umgekehrt. Natürlich kann man auch ausschliesslich am Lichtschalter oder in der App schalten. Das Handy mit der smart WoMo App liegt nachts bei uns neben dem Bett – somit kann ich jetzt auch das Deckenlicht vom Bett aus ein- bzw. ausschalten. Wer will kann das Deckenlicht sogar per Chat-Nachricht aus der Ferne schalten 🙂
Natürlich kann man statt eines Lichts auch andere Verbraucher anschliessen und diese per App oder Chat-Nachricht schalten.
Auf der Hardware-Seite ist dokumentiert, wie man den Lichtschalter und das Licht an den Arduino anschliesst.

Spannung Aufbaubatterie
Es gibt jetzt die Möglichkeit, die aktuelle Spannung der Aufbaubatterie im Wohnmobil zu messen. Den Wert kann man per Chat Nachricht „i“ abfragen. Sie wird außerdem in der Statuszeile der Smart WoMo App angezeigt. Die zughörige Schaltung ist auf der Hardware-Seite dokumentiert.

iPhone Unterstützung
Last but not least gibt es bessere Unterstützung für die iPhone Fans. Ich habe in die Smart WoMo App einen Web Server integriert. Wenn sich das Android Smartphone, auf dem die Smart WoMo App läuft und ein iPhone im selben WiFi-Netz befinden, kann man die Heizung und das Licht auch mit dem Web Browser des iPhone steuern. Dazu fordert man zunächst mit der bekannten „i“ Chat-Nachricht den aktuellen Status an. In der Antwort wird die Ip-Adresse des Android Smartphones mitgesendet, sofern es mit einem WiFi-Netz verbunden ist. Diese Ip-Adresse gibt man im Browser des iPhone ein und schon erhält man eine Webseite angezeigt, über die man das Licht und die Heizung steuern kann. Das Ganze ist noch etwas experimentell – aber von meinem iPad aus funktioniert es meistens schon ganz gut. In ein gemeinsames WiFi-Netzwerk bekommt man die beiden Geräte beispielsweise dadurch, dass man das iPhone als Access-Point konfiguriert (Stichwort: Tethering) und dann das Android-Handy mit diesem AP verbindet. Eine andere Möglichkeit ist ein dedizierter Router im Wohnmobil, der ein WiFi-Netz aufbaut.

smart WoMo Version 1.1 ist verfügbar

Neben den familiären Aktivitäten habe ich über die Feiertage Zeit gefunden, kleinere Verbesserungen in smart WoMo einzubauen. Um diese zu nutzen, musst du:

  • das Bluetooth-Modem anders verdrahten (siehe Schaltplan)
  • den neuen Sketch auf den Arduino aufspielen
  • die neue smart WoMo App installieren

Folgendes hat sich verändert:

  1. Das Bluetooth-Modem wird jetzt an die Pins 10 und 11 des Arduinos angeschlossen (Achtung: geänderten Schaltplan beachten!). Das hat den Vorteil, dass man die RX/TX Leitungen des Bluetooth-Modems nicht mehr abziehen muss, wenn man den Arduino mit dem Computer verbindet.
  2. Im Status des Chat-Programms sieht man jetzt, wenn die smart WoMo App online ist (siehe Bild unten)
  3. Im Status-Text des Chat-Programms wird jetzt die aktuelle Temperatur im Wohnmobil und die Einstellung der Heizung angezeigt (siehe Bild unten).
  4. Die smart WoMo App versendet nicht mehr jede Minute eine Chat-Nachricht.
  5. Man kann die Kommandos abkürzen; folgende Abkürzungen sind erlaubt: „h a“, „h f“, „h n“, „h w“, „i“

Hier ein Bildschirmfoto vom Chat-Programm, das ich auf meinem Android Smartphone verwende (das Programm heisst übrigens Yaxim). Die neuen Funktionen sind rot umrandet:

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Diebstahl-Fernalarm unter 100,- Euro

Herzstück von Smart WoMo ist ein Android Smartphone, das immer im Wohnmobil (oder dem Wohnwagen) bleibt. Das kann ein altes Gerät sein oder eines, das man preiswert gebraucht kauft.

So ein latent vorhandenes Smartphone im Wohnmobil ist auch dann nützlich, wenn man nicht vorhat, per Arduino seine Heizung zu steuern.

Man kann es unter anderem als Diebstahl-Warnanlage verwenden, die bei Diebstahl des Wohnmobils oder Wohnwagens eine Nachricht an den Eigentümer versendet. Dazu nutzt man eine App, die bei Diebstahl des Smartphones eine SMS oder E-Mail an den Eigentümer sendet. Die App erkennt den Diebstahl des Smartphones beispielsweise dadurch, dass sie per GPS mit dem Ort gekoppelt wird, an dem sich das Smartphone beim Einschalten des Alarms befindet. Wenn der Dieb das Smartphone bewegt, kann die App per GPS feststellen, dass das Smartphone den gekoppelten Ort verlässt und eine Alarmnachricht versenden.

Wenn man nun eine solche App auf ein altes Android-Smartphone installiert und dieses dann fest im Wohnmobil oder Wohnwagen bleibt, hat man einen Diebstahl-Fernalarm für Wohnmobil bzw. Wohnwagen. Denn wenn das Fahrzeug vom gekoppelten Ort weg bewegt wird, wird natürlich auch gleichzeitig das Smartphone wegbewegt und der Alarm schlägt an.

Um die Akkulaufzeit des Smartphones zu erhöhen, kauft man sich einen externen Akkupack, an den das Smartphone angeschlossen wird. Der Preis für ein gebrauchtes Android Smartphone plus externem Akkupack liegt bei unter 100,- Euro. Ausserdem ist kein Installationsaufwand notwendig – im Vergleich zu einer professionellen Lösung.

Alarm-Apps findet man im Play Store. Und externe Akkupacks kann man über die bekannten Shops im Internet beziehen.

Nachbau ist jetzt möglich

Hallo,

 

ich habe gestern Abend Zeit gefunden, einen Schaltplan zu malen und die Infos zusammenzustellen, die man benötigt, um die Steuerung nachzubauen. Das Alles findest du auf den Seiten „Nachbauen“, „Hardware“ und „Sketch“. Was noch fehlt, ist die Smart WoMo App. Es dauert noch ein wenig, bis ich die veröffentlichen kann – voraussichtlich erst nach Weihnachten. Aber auf der Seite „Sketch“ findest du einen Tip, wie du die Steuerung bereits jetzt nutzen kannst – auch ohne Smart WoMo App.

Viel Spaß,

Kai-Uwe

Erste Erfahrungen

Die Steuerung ist jetzt seit letztem Samstag im Wohnmobil eingebaut und ich konnte erste Erfahrungen sammeln. Bisher gab es keinen Ausfall. Ich kann jederzeit im Chat Programm auf meinem Smartphone die aktuelle Temperatur im Wohnmobil prüfen. Abends – bevor ich mit dem WoMo nach Hause fahre – schalte ich per Chat aus dem Büro die Heizung im WoMo an und habe es dann schön warm, wenn ich einsteige. Bisher haben sich meine Erwartungen erfüllt.

Der Stromverbrauch scheint sich auch in Grenzen zu halten, denn die Anzeige im WoMo zeigt keinen Unterschied, wenn die Steuerung den ganzen Tag gelaufen ist. Dabei habe ich sogar das Smartphone im Wohnmobil an die Aufbaubatterie angeschlossen. Wobei ich erwähnen sollte, dass die Spannungsanzeige in meinem Knaus BoxStar sehr rudimentär ist – die Spannung wird lediglich mit 3 LED’s angezeigt.

Demnächst werde ich die Schaltung und den Arduino Sketch hier veröffentlichen. Dann kannst du die Lösung für dein eigenes Wohnmobil nachbauen.

 

Das smarte Wohnmobil

Ok, das ist also der erste Blog Beitrag zu meinem „Smart WoMo“ Projekt. Mein Ziel war es, eine Fernsteuerung für die Heizung in meinem Wohnmobil zu entwickeln.

Aktuell befindet sich Smart WoMo im Testbetrieb in meinem Wohnmobil. Parallel werde ich in den nächsten Tagen mehr Informationen zum diesem Projekt hier auf der Webseite veröffentlichen.

Einstweilen kannst du unter „Das vernetzte Wohnmobil“ und „So funktioniert’s“ eine Einführung in das Smart WoMo Projekt lesen. Klicke dazu einfach in der Kopfzeile rechts oben auf den entsprechenden Link.

Wenn Du Fragen oder Feedback zu Smart WoMo hast, nutze die Kommentarfunktion.