Ukraine-Krise

Ausnahmsweise geht’s in diesem Beitrag nicht um Wohnmobile, sondern um ein politisches Thema, das mich beschäftigt: die Ukraine-Krise.

Die Ergebnisse der aktuellen Verhandlungen sind noch nicht bekannt. Ich hoffe, dass sich alle Beteiligten auf eine Lösung einigen konnten und der Krieg beendet werden kann.

Falls nicht – oder falls die Waffen wieder nicht auf Dauer schweigen – hätte ich einen Lösungsvorschlag, den ich mal die „Hongkong-Lösung“ nenne: Russland pachtet für 99 Jahre den östlichen Teil der Ukraine, der genügt, um eine Landverbindung zur Krim herzustellen. Die Krim pachten sie ebenfalls für 99 Jahre. Als Pacht bezahlen sie mit einem Rabatt auf die Gaslieferungen an die Ukraine. Das wäre eine Lösung, bei der keine Seite das Gesicht verliert.
Zusätzlich wäre es hilfreich, die Ukraine zur „neutralen Zone“ zu erklären. Das heißt, sowohl der Westen, als auch Russland erklären, dass die Ukraine nicht in den eigenen militärischen Einflussbereich aufgenommen wird. Mittelfristig sollte das Ziel sein, die Ukraine als „Handelsposten“ zwischen Russland und dem Westen auszubauen. Also statt Konfrontation wieder zu einer wirtschaftlichen Zusammenarbeit zu kommen.

Ich würde mich freuen, wenn der eine oder andere Leser Feedback hinterlassen würde.

smart WoMo Version 2.0 ist fertig

Und weiter geht’s mit dem Projekt. Smart WoMo hat zusätzliche Funktionen erhalten – sowohl in der Hardware, als auch in der Software. So sieht jetzt die Fernsteuerung per Chat aus (zum Vergrößern auf das Bild klicken):

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Diebstahlwarnung
Die smart WoMo App enthält nun eine Diebstahl-Warnung, die man per Chat-Nachricht durch die Eingabe von „a an“ (Alarm an) aktivieren kann. Sobald das Wohnmobil bewegt wird, sendet die App per Chat eine Diebstahlwarnung an den Eigentümer. Dabei wird auch kontinuierlich die aktuelle GPS-Position des Wohnmobils übertragen. So kann man auf dem Smartphone oder dem Computer verfolgen, wo sich das Wohnmobil gerade befindet. Falls der Dieb einen GSM-Störsender verwendet, kann man das daran erkennen, dass die Chat-Verbindung zum Wohnmobil abbricht. Im Chat Status des Wohnmobils kann man auf einen Blick erkennen, ob der Alarm eingeschaltet ist.
Smart WoMo ermittelt den Standort des Wohnmobils normalerweise über GPS. Wenn das Smartphone keine Verbindung zu den GPS-Satelitten bekommt (weil es beispielsweise in einem Schrank untergebracht ist), wird der Standort mit Hilfe des mobilen Netzwerks bestimmt. Das ist nicht so genau, wie per GPS, aber es genügt, um zu erkennen, ob sich das Wohnmobil bewegt.
Die Diebstahlwarnung funktioniert übrigens auch ohne Arduino.

Aktuelle Position des Wohnmobils
In der Statusnachricht, die man durch die Eingabe von „i“ per Chat anfordert, wird jetzt auch die aktuelle GPS-Position des Wohnmobils übertragen – und zwar unabhängig von der Diebstahlwarnung. Das ist nützlich, wenn man unterwegs ist und nicht mehr genau weiss, wo man das Wohnmobil abgestellt hat.

Ladezustand des Smartphone Akkus
In der Statusnachricht wird jetzt auch der Ladezustand des Smartphone Akkus übertragen (in Prozent). Die App versendet außerdem eine Chat Nachricht, wenn der Ladezustand unter 20% sinkt.

Truma-Temperatursensor
Bisher hatte ich den Arduino, den Temperatursensor und das Bluetooth-Modem in ein Gehäuse eingebaut, das zwar hinter der Schiebetür platziert werden sollte, aber trotzdem sichtbar gewesen wäre. Während der Testphase hatte ich dieses Gehäuse provisorisch in einem der Küchenschränke eingebaut. Mit dem sichtbaren Gehäuse konnte ich mich aber auf Dauer nicht anfreunden, deshalb habe ich beschlossen, die ganze Elektronik in eines der Zierprofile einzubauen – dort sieht man nichts mehr von der Elektronik und sie nimmt auch keinen wertvollen Schrankraum weg. Das einzig sichtbare Teil ist der zusätzliche Temperatursensor des Arduinos. Damit der auch optisch passt, habe ich einen Truma-Temperatursensor als Ersatzteil erworben. Den Sketch habe ich so erweitert, dass er die Temperatur alternativ über diesen zweiten Truma-Sensor ermitteln kann.

Lichtschalter
Unser Wohnmobil (Knaus BoxStar) hat über den hinteren Betten Leseleuchten, die man vom Bett aus bedienen kann und zusätzlich ein helles Deckenlicht, dessen Schalter sich vorne bei der Küche befindet. Das ist etwas unpraktisch: wenn man hinten mal helles Licht benötigt, muss man erst aus dem Bett krabbeln, um vorne den Lichtschalter zu betätigen. Deshalb habe ich sowohl den Lichtschalter, als auch das Deckenlicht an den Arduino angeschlossen. Zusätzlich habe ich einen Lichtschalter in die App eingebaut. Den Arduino Sketch habe ich so erweitert, dass beide Schalter zusammen eine Wechselschaltung bilden. Das heißt, man kann das Licht am Lichtschalter ein- und in der App wieder ausschalten – oder umgekehrt. Natürlich kann man auch ausschliesslich am Lichtschalter oder in der App schalten. Das Handy mit der smart WoMo App liegt nachts bei uns neben dem Bett – somit kann ich jetzt auch das Deckenlicht vom Bett aus ein- bzw. ausschalten. Wer will kann das Deckenlicht sogar per Chat-Nachricht aus der Ferne schalten 🙂
Natürlich kann man statt eines Lichts auch andere Verbraucher anschliessen und diese per App oder Chat-Nachricht schalten.
Auf der Hardware-Seite ist dokumentiert, wie man den Lichtschalter und das Licht an den Arduino anschliesst.

Spannung Aufbaubatterie
Es gibt jetzt die Möglichkeit, die aktuelle Spannung der Aufbaubatterie im Wohnmobil zu messen. Den Wert kann man per Chat Nachricht „i“ abfragen. Sie wird außerdem in der Statuszeile der Smart WoMo App angezeigt. Die zughörige Schaltung ist auf der Hardware-Seite dokumentiert.

iPhone Unterstützung
Last but not least gibt es bessere Unterstützung für die iPhone Fans. Ich habe in die Smart WoMo App einen Web Server integriert. Wenn sich das Android Smartphone, auf dem die Smart WoMo App läuft und ein iPhone im selben WiFi-Netz befinden, kann man die Heizung und das Licht auch mit dem Web Browser des iPhone steuern. Dazu fordert man zunächst mit der bekannten „i“ Chat-Nachricht den aktuellen Status an. In der Antwort wird die Ip-Adresse des Android Smartphones mitgesendet, sofern es mit einem WiFi-Netz verbunden ist. Diese Ip-Adresse gibt man im Browser des iPhone ein und schon erhält man eine Webseite angezeigt, über die man das Licht und die Heizung steuern kann. Das Ganze ist noch etwas experimentell – aber von meinem iPad aus funktioniert es meistens schon ganz gut. In ein gemeinsames WiFi-Netzwerk bekommt man die beiden Geräte beispielsweise dadurch, dass man das iPhone als Access-Point konfiguriert (Stichwort: Tethering) und dann das Android-Handy mit diesem AP verbindet. Eine andere Möglichkeit ist ein dedizierter Router im Wohnmobil, der ein WiFi-Netz aufbaut.