Musik und Filme

Der Sommer ist leider wieder vorbei aber dafür kann ich smartWoMo wieder etwas Zeit widmen.

Untätig war ich die vergangenen Monate aber nicht. In unseren diversen Wohnmobil-Urlauben habe ich zwar keine neuen Funktionen entwickelt, aber drei Funktionen in der Praxis getestet.

Dieser Beitrag handelt über die Erfahrungen, die ich dabei gemacht habe.

  1. Multimedia mit dem Raspberry Pi
  2. Die Internet Weiterleitung von smartWoMo
  3. Das VPN

Multimedia mit dem Raspberry Pi

Fangen wir mit dem Musikthema an. Ist der Raspberry Pi dazu geeignet, Musik abzuspielen ? Für die meisten Leser spielt das wahrscheinlich überhaupt keine Rolle, weil sie ihre Lieder sowieso auf dem Smartphone abgespeichert haben oder einen Streamingdienst verwenden. Entweder nutzt man für diesen Zweck einen Kopfhörer oder schließt das Smartphone an das Autoradio an (per Bluetooth oder Klinkenstecker).

Es gibt aber durchaus Rahmenbedingungen, bei denen es nützlich ist, die Musik auf dem Raspberry Pi verfügbar zu haben. In meinem Fall ist es so, dass ich kein privates Smartphone besitze sondern nur ein Firmenhandy. Auf dem möchte ich meine private Musiksammlung nicht abspeichern. Deshalb nutze ich auf dem Firmenhandy nur Streamingdienste, um Musik zu hören. Andererseits ist es im Wohnmobil während der Fahrt oft nicht möglich, Streamingdienste zu nutzen. Auch auf Stell- oder Campingplätzen im Ausland gibt es damit manchmal Probleme – sei es, wegen hoher WLAN-Gebühren oder eingeschränkter Mobilfunk-Bandbreite.

Die smartWoMo Web-Oberfläche unterstützt ja bereits das Abspielen von Musik. In der Praxis hat sich dabei aber ein Problem ergeben: während der Fahrt benötige ich mein Smartphone für die Navigation. Deshalb kann ich nicht gleichzeitig Musik über die Web-Oberfläche von smartWoMo abspielen. Auf der Suche nach einer anderen Lösung bin ich auf die Möglichkeit gestoßen, auf dem  Raspberry Pi einen DLNA-Server einzurichten.  Meine Musiksammlung habe ich auf einen 128 GB großen USB-Stick kopiert, der in eine USB-Buchse am Raspberry gesteckt wird. Der DLNA-Server erkennt nach einigen Minuten die Musiksammlung und nimmt diese unter seine Verwaltung. Insbesondere kann der DLNA-Server die Lieder per WLAN an Smartphones übertragen. Dazu installiert man eine DLNA-Client (bzw. UPnP) fähige App auf seinem Smartphone – auf meinem Android Smartphone nutze ich für diesen Zweck die BubbleUPnP App. Für iOS gibt es ebenfalls Apps, die UPnP-fähig sind. Der Vorteil dieser Lösung ist, dass man zwischen der UPnP App und der Navigations-App hin- und herschalten kann, ohne jeweils die andere App beenden zu müssen. Das heißt, ich kann während der Navigation die Musik vom Raspberry auf mein Android-Smarthone übertragen und hören. Mein Smartphone ist dazu per Audiokabel mit dem Autoradio verbunden. Diese Vorgehensweise hat sich auf unseren Urlaubsfahrten und den Stell- bzw. Campingplätzen bewährt.

Auf der Musikseite beschreibe ich, wie das Ganze funktioniert. Um diese Funktion nutzen zu können musst du die neueste Version von smartWoMo herunterladen und installieren.

Übrigens liefert der DLNA/UPnP-Server des Raspberry nicht nur Musik aus, sondern auch Filme (die du zuvor auf dem USB-Stick gespeichert hast). Du kannst also mit einer geeigneten App auf deinem Smartphone oder Tablet Computer auch Filme anschauen, die per UPnP vom Raspberry übertragen werden. Wie gut das funktioniert, weiß ich allerdings nicht, denn ich habe dafür keine Notwendigkeit und es deshalb nicht ausprobiert. Wenn es Jemand nutzt: bitte Erfahrungsbericht als Kommentar hinterlassen, danke 🙂

Du kannst dir die Musik auf dem Smartphone natürlich auch per Kopfhörer anhören – beispielsweise auf dem Campingplatz. Der Raspberry kann die Musiksammlung auch an mehrere Smartphones gleichzeitig übertragen. Wo da die Grenze liegt, habe ich allerdings noch nicht getestet.

Bei der zuvor beschriebenen Lösung dient der Raspberry lediglich als Musikspeicher und –Verteiler. Abgespielt wird die Musik auf den DLNA-/UPnP-Clients – z.B. deinem Smartphone.

Es gibt aber auch Möglichkeiten, die Musik direkt auf dem Raspberry abzuspielen.  Für diesen Zweck beinhaltet die neue Version von smartWoMo 2 Medienplayer:

  • Den einfach gehaltenen VLC
  • Das umfangreiche KODI Mediencenter

Beide können sowohl Musik als auch Filme abspielen. Und beide kann man mit Smarthone Apps fernsteuern. Probiere einfach mal beide aus und schaue, welcher Player besser zu deinen Vorstellungen passt.

Wenn du die Musik direkt auf dem Raspberry abspielen möchtest, benötigst du natürlich Lautsprecher. Dafür gibt es mehrere Möglichkeiten:

  • Der Raspberry überträgt das Tonsignal an einen Bluetooth Lautsprecher bzw. –Empfänger
  • Der Ton wird über die Klinkenbuchse des Raspberry an einen Kopfhörer oder Verstärker ausgegeben
  • Der Ton wird über einen Fernseher ausgegeben, der per HDMI-Kabel an den Raspberry angeschlossen ist
  • Du erweiterst den Raspberry um einen Audio-Verstärker (beispielsweise den HifiBerry), an den du direkt Lautsprecher anschließen kannst

Du hast also die Qual der Wahl ☺

Dabei solltest du allerdings beachten, dass der Raspberry selbst nicht alle Audio- und Videoformate mit dem VLC bzw. KODI abspielen kann. Bevor du also Geld in einen HifiBerry investierst solltest du erst mal testen, ob deine Musik- bzw. Videosammlung in einem abspielbaren Format vorliegt. Wenn du den Raspberry nur als DLNA-/UPnP-Server verwendest, spielt das Medienformat keine Rolle, da der Raspberry dann nur als Medienspeicher- und Verteiler fungiert und die Musik auf dem Client (z.B. deinem Smartphone) abgespielt wird.

Ich selbst nutze während der Fahrt den Raspberry als DLNA-/UPnP-Server und mein Smartphone als Client, auf dem Musik abgespielt wird, während gleichzeitig die Navigations-Software läuft. Übrigens habe ich mir auf den am Raspberry eingesteckten USB-Stick, der meine Musik- und Videosammlung enthält, auch Hörbücher aufgespielt – für die Unterhaltung während längerer Autobahnfahrten. Auf dem Campingplatz höre ich ebenfalls Musik über mein Smartphone. Manchmal hören wir Hintergrund-Musik über den am Raspberry angeschlossenen Fernseher – insbesondere, wenn wir uns wegen schlechten Wetters im Wohnmobil aufhalten müssen. Dann schauen wir auch schon mal einen Film an.

Die neueste smartWoMo Version ermöglicht es dir außerdem, Musik auf einen Bluetooth Lautsprecher zu übertragen.

Podcasts

Wir haben kein Satellitenfernsehen im Wohnmobil. Normalerweise machen wir in warmen Gegenden Urlaub, so dass wir abends draußen sitzen können und keinen Fernseher brauchen. Aber selbst in warmen Gegenden gibt es den einen oder anderen Regentag, bei dem filmische Unterhaltung gefragt ist. Außerdem sind beispielsweise Hörbücher während langer Fahrten ein beliebtes Mittel gegen Langeweile. Deshalb enthält die neue Version von smartWoMo eine Möglichkeit Audio- und Video-Podcasts zu Hause herunterzuladen und diese dann anzuschauen oder –zuhören, wenn man im Wohnmobil offline ist. Es gibt viele kostenlose Podcasts zu allen möglichen Themen – beispielsweise die Audioversion des Radio Tatorts. Oder die Videos von populär-wissenschaftlichen Sendungen. Damit ist im Wohnmobil stundenlange Unterhaltung garantiert – auch ohne Fernsehen. Eine gute Podcasts-Übersicht findest du auf Podcast.de. Da ist auch bestimmt was für dich dabei.

Wie du die Multimediafunktionen installieren kannst, ist auf der Multimedia-Seite dokumentiert.

Die Internet Weiterleitung von smartWoMo

Auf den diversen Campingplätzen, die wir dieses Jahr besucht haben, konnte ich Erfahrungen mit der Internet-Weiterleitung sammeln – also der Nutzung des Raspberry als Access Point. Diese smartWoMo Funktion hat sich in der Praxis bewährt. Die Montage des jeweiligen Sticks im Heki (und damit oberhalb der Fahrzeugs) hat die Empfangsqualität spürbar verbessert. Sowohl bei WLAN-Nutzung, als auch beim Mobilfunk ist der Empfang über den Raspberry Access Point besser, als wenn ein sich im Wohnmobil befindliches Smartphone direkt mit dem Netz verbunden ist. Besonders in unserem Kastenwagen – der ja über das Signal dämpfende Metallwände verfügt – ist der Unterschied groß.

Allerdings hängt die Internet-Bandbreite jetzt immer noch von der Leistungsfähigkeit des Campingplatz-WLAN’s bzw. des Mobilfunknetzes ab. Da haben wir ganz unterschiedliche Erfahrungen gesammelt. Manche Campingplätze stellen wirklich leistungsfähiges WLAN zur Verfügung. Bei anderen wiederum reicht es gerade mal für kleine Datenmengen. Wir haben auch versucht, Filme zu streamen. Das hat zum Teil funktioniert, aber man muss immer damit rechnen, dass der Film irgendwann einfach stoppt. Musik-Streaming funktioniert oft – da sind die übertragenen Datenmengen aber auch wesentlich kleiner, als bei Filmen.

Ähnliches gilt bei Internet über Mobilfunk. Da sind die Bandbreiten-Einschränkungen aber eher noch schlimmer.

Eine wichtige Erfahrung haben wir mit einem Windows-Computer bzw. –Tablet gemacht: wenn dieses per WLAN mit dem Access Point des Raspberry verbunden ist, muss man aufpassen, dass Windows nicht anfängt, automatisch Updates herunterzuladen. Windows „merkt“ nicht, wenn der Raspberry mit Internet über den Mobilfunkstick verbunden ist und lädt möglicherweise große Updates herunter.

Im Ausland (Frankreich, Spanien) hatten wir mit Internet über Mobilfunk größere Probleme. Teilweise muss man den Mobilfunk-Stick über seine Weboberfläche mit den Zugangsdaten des jeweiligen Mobilfunkanbieters neu konfigurieren. Diese findet man im Internet. Eine Alternative, die wir nicht probiert haben, ist es im Mobilfunkstick eine SIM-Karte eines lokalen Anbieters zu nutzen.

VPN

Das VPN hat in Deutschland zuverlässig funktioniert, im Ausland bei Internet über Mobilfunk aber nicht immer. Vermutlich sperren manche Mobilfunk-Anbieter VPN-Verbindungen.

Theoretisch kann man über VPN die länderabhängigen Sperren von Streaming aushebeln. Allerdings ist das Streaming über VPN insgesamt sehr langsam, wenn man auf dem Campingplatz oder zu Hause eine geringe Bandbreite hat.

So, das war’s für heute. Aber nicht für diesen Winter. Ich habe bereits das nächste Feature im Test. Und habe vor, das noch diesen Winter auf meinem Blog zu veröffentlichen.

Viel Spaß mit den neuen Multimediafunktionen von smartWoMo wünscht dir,

Kai-Uwe Pielka

Mehr Flexibilität

Aktuell ist das Erstellen einer neuen Version von smartWoMo ziemlich aufwendig. Das Zusammenbauen und Testen eines kompletten Images kostet mich jedesmal ca. 2 Tage. Deshalb wird es zukünftig keine kompletten smartWoMo Images mehr geben, sondern einzelne Installations-Pakete, die du nur installieren musst, wenn du die jeweilige Funktion auch nutzen möchtest.

Als Basis Image dient das ganz normale Betriebssystem für den Raspberry Pi (Raspbian genannt), dessen aktuellste Version du hier herunterladen kannst.

Ich bekomme immer wieder Anfragen von Lesern, wie und ob man smartWoMo auch auf einer neueren Version von Raspbian installieren kann. Das wird mit den zukünftigen Installations-Paketen dann ebenfalls möglich sein.

Das erste Installations-Paket wird hier demnächst veröffentlicht. Das beinhaltet Multimedia-Funktionen für smartWoMo.

Die komplette Umstellung von smartWoMo weg von kompletten Images und hin zu Installations-Paketen erfolgt dann in den nächsten Monaten Schritt für Schritt. Aktuell kannst du smartWoMo also nach wie vor als Image herunterladen und nutzen. Neue Installations-Pakete (wie beispielsweise die in Kürze erscheinenden Multimedia-Funktionen) kannst du dann entweder auf ein bestehendes smartWoMo Image aufspielen oder auf eine jungfräuliche Raspbian Installation.

Ich hoffe, dass ich dadurch zukünftig schneller neue Funktionen veröffentlichen kann, weil der Aufwand für ein neues Installations-Paket wesentlich geringer ist, als ein komplett neues Image zu erstellen und zu testen.

Auch für dich wird es zukünftig einfacher, neue smartWoMo Funktionen zu übernehmen. Du musst dann nicht mehr ein komplett neues Image auf die SD-Karte deines Raspberry Pi kopieren, sondern nur noch das neue Installationspaket aus dem Internet laden und das Installationsprogramm ausführen.

VPN

smartWoMo aus der Ferne per Chat steuern zu können war ein guter Anfang meines Projekts. Immerhin konnte ich damit die Heizung in meinem Kastenwagen über das Internet  steuern, was vorher nicht möglich war. Die Steuerung per Web Browser innerhalb des Wohnmobils ist aber auf jeden Fall einfacher und optisch ansprechender. Deshalb habe ich nach einem Weg gesucht, smartWoMo per Web Browser über das Internet zu steuern. Die Schwierigkeit dabei war, dass die meisten Mobilfunk Betreiber es nicht erlauben, über das Internet auf Mobilfunk Geräte zuzugreifen. Deshalb ist auch der Mobilfunkstick des Raspberry Pi – und damit smartWoMo – nicht direkt per Internet erreichbar. Die Lösung für dieses Problem war die Etablierung eines Virtual Private Networks (VPN) in smartWoMo.

Normalerweise nutzt man solche VPN-Verbindungen, um den Datenverkehr zwischen 2 Geräten zu verschlüsseln, sodaß dieser im Internet nicht abgehört werden kann. Das ist natürlich auch im Falle von smartWoMo eine feine Sache, denn nun brauchst du keine Angst mehr zu haben, dass deine Internet-Kommunikation abgehört wird, wenn smartWoMo mit einem externen WLAN-Netzwerk verbunden ist.

Doch das VPN kann man auch benutzen, um 2 Geräte, die beide nicht per Internet erreichbar sind, indirekt miteinander zu verbinden. Und genau diese Eigenschaft ist in der neuen Version von smartWoMo eingebaut.

Ein VPN besteht aus 2 Komponenten:

  1. Einem VPN-Server
  2. Einem oder mehreren VPN-Clients

VPN-Server

Der VPN-Server hat die Aufgabe, das VPN aufzubauen und anderen Geräten zur Verfügung zu stellen. Der VPN-Server ist eine Software, die auf einem dedizierten Gerät, einem Router, einem Raspberry Pi oder einem normalen Computer läuft. Wichtig ist, dass der VPN-Server auf einem Gerät betrieben wird, das eine über das Internet jederzeit erreichbare Adresse (IP) zur Verfügung stellen kann. Wie bereits erwähnt hat der Raspberry Pi im Wohnmobil über das Internet keine erreichbare Adresse, weil diese Funktion von Mobilfunknetzen und fremden WLAN-Netzwerken nicht unterstützt wird. Das bedeutet, dass der VPN-Server nicht vom Raspberry Pi im Wohnmobil zur Verfügung gestellt werden kann. Aus diesem Grund muss sich der VPN-Server bei dir zu Hause befinden.

Für smartWoMo habe ich zunächst den openvpn Server getestet. Dieser ist sehr robust, sicher, schnell und datensparsam. Leider ist die Konfiguration der Clients mühsam und kompliziert. Außerdem benötigt man dafür einen zusätzlichen Computer (z.B. einen Raspberry) zu Hause.

Viele Internet-Nutzer nutzen zu Hause bereits ein Gerät, das oftmals einen VPN-Server beinhaltet: den Internet-Router. Weit verbreitet sind in Deutschland die Fritz!Boxen. Ich selbst nutze zu Hause ebenfalls eine und beschreibe deshalb die Einrichtung des VPN-Servers anhand der Fritz!Box.

VPN-Clients

Die VPN-Clients verbinden sich mit dem VPN-Server und können über diesen miteinander kommunizieren.

Bei smartWoMo hast du mindestens 2 VPN-Clients:

  • smartWoMo selbst – genauer gesagt, den Raspberry Pi im Wohnmobil
  • Dein Smartphone, mit dem du smartWoMo steuerst. Du kannst beliebig weitere Clients hinzufügen, zum Beispiel weitere Smartphones oder Computer. Alle diese Geräte haben dann über das Internet Zugang zu smartWoMo im Wohnmobil.

Womit wir beim entscheidenden Vorteil des VPN-Netzwerks wären. Damit erhält dein Smartphone über das Internet Zugriff auf den Raspberry Pi im Wohnmobil – so kannst du smartWoMo über den Smartphone Browser steuern, selbst wenn du dich nicht im Wohnmobil befindest. Die Steuerung per Chat ist nicht mehr notwendig und wird deshalb auch nicht mehr weiterentwickelt.

Dein Smartphone kommuniziert mit smartWoMo also jetzt über den VPN-Server und nicht mehr über einen Chat-Server. Das wird all die Leser freuen, die Schwierigkeiten mit dem Einrichten der Chat-Benutzer hatten.

Das Ganze sieht dann so aus:

Weitere VPN Möglichkeiten

Das VPN-Netzwerk, das die Fritz!Box aufbaut, bietet übrigens weitere nützliche Funktionen. Es baut nämlich über das VPN eine Netzwerk-Brücke zwischen deinen Geräten zu Hause und dem Raspberry Pi im  Wohnmobil auf. Die Geräte, die sich in deinem Heim-Netzwerk befinden, haben direkten Zugriff auf den Raspberry Pi im Wohnmobil. Die Geräte zu Hause müssen dazu nicht als VPN-Clients eingerichtet werden. Zum Beispiel kannst du mit deinem Computer zu Hause direkt auf smartWoMo zugreifen, um den Ladezustand der Aufbau-Batterie zu prüfen.

Das Ganze funktioniert auch umgekehrt. Du hast über das VPN vom Raspberry Pi aus Zugriff auf die Geräte in deinem Heimnetzwerk.

Sofern der Raspberry Pi per Mobilfunk mit dem Internet verbunden ist, solltest du dabei aber das übertragene Datenvolumen im Blick behalten.

Der Stellvertreter (oder Proxy)

Sobald der Raspberry Pi mit dem VPN-Server bei dir zu Hause verbunden ist, wird sein ganzer Datenverkehr automatisch über den VPN-Server umgeleitet. Das selbe gilt für die Geräte in deinem Wohnmobil, die den Raspberry Pi als Access Point für das Internet benutzen. Der Raspberry Pi dient als sogenannter „Proxy“.

Das kann sehr nützlich sein. Denn wenn du vom Raspberry Pi im Wohnmobil oder auf einem mit ihm verbundenen Gerät eine Webseite aufrufst (zum Beispiel eine Suchmaschine), dann „glaubt“ diese Webseite, dass die Anfrage von dir zu Hause kommt – also aus dem Land, in dem du wohnst. Der Raspberry Pi ist hinter dem VPN verborgen. Wenn du beispielsweise in Deutschland wohnst, dich aber mit dem Wohnmobil in Italien befindest, sieht es für Dienstanbieter trotzdem so aus, als wärst du in Deutschland. Das ist beispielsweise bei Streaming-Diensten nützlich, die darüber das Ausstrahlen von Filmen, Serien, Sportreportagen oder ähnlichem geografisch einschränken. Wenn du also gerne Filme aus einer Mediathek abrufen willst, die nur in Deutschland funktioniert, kannst du über das VPN diese Inhalte auch im Ausland genießen. Wie gesagt: die Daten werden dabei über deinen Internet-Anschluß zu Hause transportiert – der muss dafür natürlich ausreichend Bandbreite im Up- und Download zur Verfügung stellen.

Wie du VPN einrichtest, ist auf der VPN-Seite erklärt.

KODI

Die neue Version von smartWoMo enthält außer der VPN-Funktion noch ein Mediencenter namens KODI. Damit kannst du komfortabel Fernsehen, Filme und Fotos auf dem Fernseher deines Wohnmobils anschauen und Musik hören. In smartWoMo selbst ist das eine experimentelle Funktion. Ich bin mir noch nicht sicher, wie gut KODI im Wohnmobil angesichts der Internet-Anbindung mit geringer Bandbreite funktioniert. KODI selbst ist ausgereift und leistungsfähig. Wenn du möchtest, probiere es also ruhig mal aus und installiere zusätzliche Plugins.

Anleitungen für KODI findest du im Internet. Zum Beispiel im englisch sprachigen Wiki.

Wichtig: wenn du KODI beendest, kann es passieren, dass der grafische Desktop nicht wieder auftaucht. In diesem Fall kannst du den Raspberry Pi mit Hilfe deines Smartphones neu starten. Oder du nutzt das Shutdown bzw. Reboot Kommando in KODI selbst.

Chat

Die letzte Version von smartWoMo hatte keine stabile Chat Funktion, was ich leider nicht bemerkt hatte, weil ich nur noch die VPN Verbindung zum Wohnmobil genutzt habe. Mittlerweile sollte die Kommunikation per Chat wieder funktionieren. Was nach wie vor nicht immer zuverlässig funktioniert, sind die Informationen im Chat Status. Bisher konnte ich nicht herausfinden, wodurch das Problem verursacht wird. Es kommt wohl durch ein Hilfsprogramm (Bibliothek), das ich dafür verwende, welches ich aber nicht selbst programmiert habe. Deshalb ist das Problem schwierig zu beheben.

Allerdings plane ich, die Chat-Funktion mittelfristig sowieso abzuschalten, sofern sich die VPN-Kommunikation bewährt.

Sommerpause

Für diesen Winter war es das jetzt wieder mit neuen Funktionen bei smartWoMo.

Jetzt gehe ich erst mal in die Frühlings- und Sommerpause 🙂

 

Viel Spaß mit der neuen Version von smartWoMo wünscht dir

Kai-Uwe Pielka

Internet Access Point & WLAN Verstärker

Der Sommer ist nun vorbei und wir sind nicht mehr so häufig mit dem Wohnmobil unterwegs.

So habe ich an den Wochenenden jetzt wieder etwas Zeit für das smartWoMo Projekt.

Eine neue Version steht schon bereit – auf der Einsteigen Seite erkläre ich, wie du sie herunterladen und einrichten kannst.

Und hier sind die neuen Funktionen:

Installation

Einige Leser hatten mit der bisherigen Installationsprozedur Probleme und haben kein lauffähiges System bekommen. Vor allem die Installation einiger node Bibliotheken hat immer wieder Schwierigkeiten bereitet.

Deshalb enthält die neue Version von smartWoMo jetzt bereits alle notwendigen Programme und Bibliotheken. Du mußt smartWoMo nach dem Herunterladen also nur noch deinen Wünschen entsprechend einrichten. Installieren und konfigurieren musst du jetzt nichts mehr.

Access Point & WLAN Verstärker

Um smartWoMo ins Internet zu bringen, war bisher ein zusätzlicher Access Point oder ein Smartphone mit Tethering-Funktion notwendig. Das hat zu zusätzlichen Kosten und einem höheren Stromverbrauch geführt. Außerdem mußte man den Access Point oder das Smartphone im Wohnmobil ja auch irgendwo unterbringen.

Die neue Version von smartWoMo kann nun direkt Verbindung mit dem Internet aufnehmen – ohne zusätzlichen Access Point und ohne ein zusätzliches Smartphone. Das geht über 2 mögliche Wege:

  1. Internet über Mobilfunk
    Du kannst einen Mobilfunk-USB-Stick an smartWoMo anschliessen. Der enthält eine normale SIM-Karte (so eine, wie in deinem Smartphone steckt) und stellt die Verbindung zum Internet über das Mobilfunknetz her. Dieser Weg ist vor allem nützlich, wenn du mit dem Wohnmobil fährst oder frei stehst oder auf einem Campingplatz bist, der kein WLAN anbietet.
  2. Internet über Campingplatz-WLAN
    Du kannst einen zusätzlichen WLAN-USB-Stick an smartWoMo anschliessen. Der kann Verbindung mit dem Campingplatz-WLAN aufnehmen. Diese Variante kannst du auf einem Campingplatz verwenden, der WLAN anbietet.

Du kannst beliebig zwischen beiden Varianten wechseln. Schliesse einfach den entsprechenden USB-Stick an smartWoMo an, der gerade die beste Internet-Verbindung verspricht.

Du wirst smartWoMo – genauer gesagt: den Raspberry Pi, der smartWoMo enthält – möglicherweise an einer Stelle in deinem Wohnmobil installieren, wo du weder guten Mobilfunk- noch guten WLAN-Empfang hast. Ich habe smartWoMo beispielsweise hinter dem Fernseher montiert. Um dennoch einen exzellenten Mobilfunk- und WLAN-Empfang zu bekommen, kannst du ein USB-Verlängerungskabel von einem Heki Fenster bis zu der Stelle verlegen, an der smartWoMo installiert ist.

In meinem Kastenwagen sieht die Installation im Heki so aus:

HekiMitHuaweiStick

Du steckst einfach den gerade passenden Stick auf die Buchse des USB-Verlängerungskabels. Im Foto ist der Mobilfunkstick eingesteckt. Die Stelle, an der der Stick sich somit befindet, ist jetzt zwar noch immer innerhalb des Wohnmobils – der Stick ist also vor Witterungseinflüssen geschützt. Aber: der obere Teil des Hekis befindet sich oberhalb der Karosserie und damit an der Stelle, an der man den besten Funkempfang hat.

Neuer grafischer Desktop incl. Erreichbarkeit über Smartphone (per vnc)

Die neue Version von smartWoMo bringt auch die aktuellste Version des grafischen Desktops mit – „Raspbian Pixel“ genannt. Diesen grafischen Desktop kann man mit Hilfe einer App steuern – sowohl auf Computern, als auch auf Smartphones. Das heißt, du kannst den grafischen Desktop von smartWoMo mit Hilfe eines Smartphones oder eines anderen Computers fernsteuern.

Raspbian Pixel bringt auch eine frischere Optik mit und einen Netzwerk-Manager, den du beispielsweise nutzen kannst, um dich mit einem Campingplatz-WLAN zu verbinden.

Umstellung auf Raspberry Pi 3

Bisher hat smartWoMo einen Raspberry Pi 2 als Basis verwendet. Die neue Version von smartWoMo basiert nun auf dem Raspberry Pi 3. Der hat Bluetooth und WLAN bereits eingebaut. Außerdem ist er etwas schneller, als der Raspberry Pi 2.

Nachtmodus

Wenn es im Winter sehr kalt ist, lassen wir gelegentlich während der Fahrt im Wohnmobil die Aufbau-Heizung zusätzlich zur Fahrzeug-Heizung mitlaufen. Die Temperatur der Aufbau-Heizung wird dann vom Fahrersitz aus natürlich mit smartWoMo gesteuert. Ich habe allerdings festgestellt, dass die smartWoMo Anzeige durch die Farbgebung nachts ziemlich hell ist und blendet. Deshalb habe ich einen Nachtmodus in die Anzeige eingebaut. Die Farben für nachts sind dunkler und außerdem an die Instrumentenbeleuchtung des Ducato angepaßt.

Tagmodus

Tagmodus

Nachtmodus

Nachtmodus

 

Feedback erwünscht

Soviel erst mal zu den letzten Erweiterungen. Natürlich habe ich vor, während des Winters weitere Ideen umzusetzen.

Übrigens würde ich mich über Feedback per Mail freuen – gerne auch als Kommentar auf dieser Seite.

Sommerpause

Du hast es schon gemerkt: die letzten Wochen ist es hier etwas ruhiger geworden. Das schöne Wetter lockt mich ins Freie. Mit dem Blog geht es deshalb im nächsten Winter weiter.

Das heißt aber nicht, dass im Sommer bei smartWoMo gar nichts läuft ! Im Gegenteil: den Sommer über habe ich diverse neue Funktionen im Wohnmobil im Test. Der Fokus liegt dabei auf Software-Erweiterungen. Die Einbindung weiterer Sensoren oder Aktoren ist nicht geplant.

Was sich bewährt, werde ich im nächsten Winter dann vorstellen und auf diesem Blog dokumentieren.

Eine – bisher vielversprechende – Funktion sei schon verraten: smartWoMo wird zukünftig auch als mobile Access Point verwendet werden können. Das heißt, du kannst an den Raspberry direkt einen Mobilfunkstick anschliessen. Aktuell teste ich den Huawei E303, der smartWoMo direkt ins Internet bringt, ohne dass ein zusätzliches Smartphone oder ein zusätzlicher Access Point benötigt wird.

Das ist aber nicht alles, denn smartWoMo kann diese Internetverbindung per WLAN auch anderen Geräten zur Verfügung stellen, also als Access Point fungieren.

Um mit dem Huawei E303 auch ohne externe Dachantenne einen guten Empfang zu bekommen, habe ich diesen übrigens im Heki Dachfenster installiert. Das hat den Vorteil, dass er sich auf diese Weise außerhalb und oberhalb des Fahrzeugs befindet, was den Empfang drastisch verbessert. Das ist vor allem bei Kastenwägen mit Metallwänden wichtig. Weiterer Vorteil: ich mußte kein Loch durch das Dach bohren, um das Kabel für eine Außenantenne zu verlegen.

Apropos „bewähren“: die Radiofunktion hat sich nicht bewährt, deshalb werde ich die hier auch nicht dokumentieren. Radiosender zu streamen hat zwar funktioniert, aber es gibt 2 Nachteile:

  1. Um eine gute Musikqualität zu erreichen, müssen viele Daten übertragen werden. Das ist teuer, wenn man mit dem Wohnmobil unterwegs ist und die Daten über das Mobilfunknetz übertragen werden.
  2. Manche Radiosender arbeiten mit Playlisten, die erst aufgelöst werden müssen. Das können leider nicht alle Browser.

Ich wünsche allen Lesern einen schönen Sommer und viele tolle Reisen mit dem Wohnmobil 🙂

Kai-Uwe

Musik

Gute Musik ist natürlich auch im Wohnmobil wichtig. Und es gibt viele Möglichkeiten, Musik in das Wohnmobil zu bringen: Autoradio, iTunes, Streaming Apps auf dem Smartphone usw.

Allerdings habe ich bisher keine einfache Möglichkeit gefunden, im Wohnmobil mit einem simplen Knopfdruck die gewünschte Hintergrundmusik zu starten. Also habe ich mal versucht, eine solche einfache Möglichkeit in smartWoMo einzubauen. Das Ergebnis sieht auf einem Tablet oder Computer so aus:

ScreenshotBrowserMusic

Man sieht in smartWoMo verschiedene Wiedergabe-Listen – in diesem Beispiel also „Entspannung“, „Filmmusik“, „Jazz“, „Klassik“, „Oldies“ und „Pop“. Diese Listen entsprechen Verzeichnissen im Dateisystem des Raspberry. Die Namen kann man selbst festlegen. In die einzelnen Verzeichnisse kopiert man die zugehörigen Musikstücke hinein.

Um die Musik anzuhören, tippt man auf eine Liste. Die gerade aktive Liste wird mit einem blauen Punkt markiert. Wenn man die Musik anhalten möchte, tippt man noch mal auf die Liste. Möchte man eine andere Liste anhören, tippt man auf die andere Liste.

Einfacher geht’s nicht, oder ?

Abgespielt wird die Musik direkt auf dem Tablet oder Smartphone, auf dem man die Webseite von smartWoMo gestartet hat. Wenn du ein Bluetooth fähiges Autoradio hast, kannst du die Musik dann vom Smartphone auf das Autoradio übertragen. Falls nicht, schliesst du das Smartphone per Audiokabel an das Radio an. Oder du hörst dir die Musik per Kopfhörer an.

Hier ein Beispiel mit anderen Listen und auf dem Smartphone:

SmartPhoneMusik

Aktuell befindet sich diese neue Funktion im Test in meinem Wohnmobil, deshalb habe ich sie noch nicht auf einer eigenen Seite dokumentiert.

Außerdem arbeite ich noch an einer Erweiterung: es wird möglich sein, auf diese einfache Art auch Musik von Radiosendern über das Internet zu hören – sofern man eine Internetverbindung im Wohnmobil hat.

Batteriemonitor

Wir nutzen unser Wohnmobil nicht nur für den Urlaub, sondern auch als Ersatz für einen zweiten Pkw. Allerdings kann es trotzdem passieren, dass das Wohnmobil längere Zeit nicht genutzt wird. Zum einen fahre ich gerne mit dem Fahrrad und zum anderen haben wir ja noch ein weiteres Auto.

Bisher habe ich alle paar Tage im Wohnmobil nachgeschaut, wie der Füllstand der Batterie ist. War nicht wirklich ein Problem – das Fahrzeug steht ja vor der Tür. Aber da ich ja nun mal smartWoMo entwickelt habe, wollte ich den Ladezustand der Batterie eben auch auf meinem Smartphone kontrollieren können.

Also habe ich mich entschieden, smartWoMo um eine Möglichkeit zu erweitern, die Batteriespannung zu messen. Dokumentiert ist das Ganze auf der Batterie Seite.

Viel Spaß beim Nachbauen.

Die Heizung

Nun findest du auf der Seite Heizung die Beschreibung, wie du smartWoMo in dein Wohnmobil einbauen kannst. Das ermöglicht es dir, die Heizung per Smartphone, Tablet oder Computer zu steuern – sowohl innerhalb des Wohnmobils, als auch per Internet aus der Ferne.

Wenn du Fragen dazu hast, hinterlasse einfach einen Kommentar auf meinem Blog. Oder sende mir eine Mail an die Adresse, die du im Impressum findest.

Viel Spaß beim Nachbauen !

 

Das Netzwerk im Wohnmobil

Jetzt gibt es auch die Beschreibung, wie du dein Wohnmobil und den Raspberry Pi mit einem drahtlosen (WLAN) Netzwerk versorgst. Du findest sie auf der Netzwerk Seite.

An einem der nächsten Wochenenden werde ich dann beschreiben, wie der Temperatursensor und das Relais für die Heizungssteuerung anzuschliessen sind.

Es kann losgehen mit dem Raspberry Pi

So, jetzt habe ich Zeit gefunden, die ersten Raspberry Pi Beschreibungen zu erstellen.

Rechts oben im Menü gibt es den neuen Beitrag „Einsteigen„. Dort findest du eine Einkaufsliste und Installationsanleitungen für den Raspberry Pi und die smartWoMo Software. Wenn du den Anleitungen folgst, hast du am Ende einen funktionsfähigen Raspberry Pi inklusive smartWoMo.

Wenn du möchtest, kannst du zusätzliche, kostenlose Software auf deinem Raspberry Pi installieren. Beispielsweise Bürosoftware oder Spiele. Stöbere einfach mal im Raspberry Pi Store, den du über das Menü der grafischen Oberfläche findest.

Als nächstes werde ich beschreiben, wie du den WLAN Stick installierst und Temperatursensor und Heizungsrelais anschliesst. Sobald ich wieder Zeit finde.